Himalaya Trekking

Himalaya Trekking zum Tilicho Peak

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Himalaya Trekking zum Tilicho Peak

Der Höhepunkt unseres Himalaya Trekkings

Im September / Oktober 2016 waren wir auf einem Himalaya Trekking, entlang der Annapurna, in Nepal unterwegs. Die Königsetappe führte vom Tilicho Lake über zwei Pässe nach Yak Kharka und war die drittletzte von 16 Trekking Etappen.

Jeder Tag beginnt mit dem Aufstehen. Nach einer sehr kalten Nacht im Zelt auf über 5000m.ü.M., wurde uns morgens um 05.30h eine heisse Tasse Tee serviert. Danach haben wir ein wenig Porridge gegessen. Auf dieser Höhe fällt das Essen schwer. Wie schon am Vortag, war uns das Wetter nicht gut gesinnt. Es war kalt, es rieselte und Wolken verdeckten die Sicht. Aber wir mussten los weil uns eine lange und anstrengende Tagesetappe erwartete. Schon bald standen wir vor einem happigen Aufstieg. Die sieben Maultiere mit dem Horseman und einem Helfer waren voraus gegangen. Wir beobachteten, wie sie sich mühsam einen Weg suchten. Dann plötzlich machte ein Maultier einen Fehltritt und konnte im letzten Moment vom Horseman vor dem Absturz bewahrt werden! Das war knapp und wir waren geschockt.

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Dann war es an uns diesen Aufstieg zu bewältigen. Die Luft über 5000m.ü.M. ist sehr dünn und jeder Schritt ist anstrengend. Vor allem war dieser Wegabschnitt sehr schwierig zu begehen. Er war rutschig, steil und teilweise war der Weg nicht mehr zu finden. Da kann schon mal die Frage auftauchen ob wir dies wohl schaffen. Aber eben, es gibt keine wirkliche Alternative als weiterzulaufen. Mit vielen kurzen Pausen schafften wir es trotzdem auf den Eastern Pass, die höchste Stelle des Trekkings auf 5340m.ü.M. Glücklicherweise besserte sich das Wetter und der Weg verlief mehr oder weniger flach.

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Schon am Vortag hörten wir immer wieder ein Donnergrollen und wussten, dies sind Eisbrocken welche vom Berg abbrechen und in den See stürzen. Dann sahen wir plötzlich einen riesigen Abbruch welcher in die Tiefe stürzte! Eindrücklich und auch ein wenig beängstigend. Wir sahen dann den Weg welcher zum nächsten Pass führt. Doch noch eine lange Strecke, aber mittlerweilen hatten wir uns an die Höhe gewöhnt und das Laufen war nicht mehr so anstrengend wie bei Tagesbeginn. Dann konnten wir den Tilicho Lake sehen, mit 4920m.ü.M. einer der weltweit höchstgelegenen Seen. Auch der Tilicho Peak zeigte sich in der Ferne.

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Genügend zu trinken ist absolut wichtig auf dieser Höhe. Eigentlich sollte man pro 1000 Höhenmeter einen Liter pro Tag trinken. Aber das ist nicht so einfach. Der Körper reagiert auf diese ungewohnte Situation sehr stark. Nach einer kurzen Pause folgte die letzte Traversierung zum Mesokanto Pass (5100m.ü.M.). Es ist ein unglaubliches Glücksgefühl. Wir waren sehr stolz diese Herausforderung gemeistert zu haben!

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Ich hatte mir gewünscht, auf diesem Trekking einmal vor einem dieser riesigen Berge zu stehen. Bis anhin waren diese immer in grosser Entfernung oder dann von Wolken verdeckt. Aber genau in diesem Moment verzogen sich die Wolken und der gewaltige Tilicho Peak (7134m.ü.M.) präsentierte sich in voller Pracht. Ich habe geweint vor Freude! Nach dem Aufstieg folgte der Abstieg… und der hatte es in sich. Steil und rutschig war das Anfangsstück und unser Guide schlug mit seinem Pickel Tritte in den Boden. Der Blick zurück zeigte, dass sich das Wetter innert weniger Minuten wieder verschlechtert hatte und der Pass bereits wieder in Wolken gehüllt war. Etwas später holten uns die Horsemen mit den sieben Maultieren wieder ein. Sie mussten den Pass an einer anderen Stelle überqueren weil es zu viele gefährliche Stellen für die Maultiere hatte.

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Am nächsten Morgen bin ich früh erwacht… was für ein Glück. Der Sonnenaufgang war wunderschön und der Anblick des Dhaulagiri (8167m.ü.M., links im ersten Bild), mit seinem von der Sonne beschienenen Gipfel, war ein weiterer Höhepunkt dieses Trekkings.

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Organisiert wurde diese Reise von Himalaya Tours.

Weitere Bilder von mir: Menschen in Nepal

 

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